bieberau_sgbbm.jpgFrankfurter Rundschau

Kampf bis zum Umfallen ist nicht genug
Es gibt solche Tage, da will einfach nichts so richtig funktionieren. Und genau so einen gebrauchten Tag haben die Handballer des Zweitligisten TSG Groß-Bieberau am Samstagabend erwischt.

Die Mannschaft von Trainer Thomas Göttmann kämpfte in ihrem Ligaspiel gegen den haushohen Favoriten SG BBM Bietigheim zwar bis zum Umfallen, musste am Ende allerdings eine deutliche 25:32-Heimpleite hinnehmen.

Dabei hätte diese Partie durchaus auch etwas anders laufen können. Doch die Groß-Bieberauer nutzten einfach ihre vielen Chancen nicht. Entweder sie scheiterten mit ihren Würfen an den starken Gäste-Torhütern Mathias Lenz und Benjamin Krotz oder aber der Ball landete nur am Gebälk des Bietigheimer Tores. Es war wie verhext. „Wenn man so viele Riesenchancen liegen lässt, kann man nicht gewinnen“, sagte ein sichtlich enttäuschter Göttmann nach der Partie. „Aber ich habe ja schon vor diesem Spiel gesagt, dass bei uns wirklich alles passen muss, wenn wir gegen Bietigheim überhaupt eine kleine Chance haben wollen“. Das war am Samstag nicht der Fall.

Dennoch ist es bewundernswert, wie sich der kleine Dorfverein seit nunmehr sechs Jahren in der zweithöchsten deutschen Spielklasse behauptet. Und das mit Spielern, die allesamt noch zur Schule gehen, studieren oder einem normalen Beruf nachgehen. Profis gibt es in Groß-Bieberau, das mit einem Etat von etwa 250 000 Euro in diese Spielzeit gestartet ist, weit und breit keine. Und genau das könnte, neben dem Finanziellen, in Zukunft ein unüberwindliches Hindernis darstellen. „Die eingleisige Zweite Bundesliga, die es ab der nächsten Saison geben wird, werden wir mit unseren kleinen Mitteln wohl nicht mehr stemmen können“, erklärt Geschäftsführer Georg Gaydoul, warum sich für Groß-Bieberau das Abenteuer zweite Liga nach dieser Saison wahrscheinlich erledigt haben wird.

So müssten die Groß-Bieberauer erst einmal einen fernsehtauglichen Parkettboden in ihrer Halle installieren, da die Handball-Bundesliga laut Gaydoul in Zukunft auch die Spiele der zweiten Liga übertragen wolle. „Dieser Boden würde uns alleine 30 000 Euro kosten“, so der Geschäftsführer, der ergänzt, dass auch mögliche lange Auswärtsfahrten wie zum Beispiel nach Rostock für die Groß-Bieberauer logistisch kaum machbar seien. Vor allem, wenn solche Partien auch mal unter der Woche stattfänden: „Da müssten sich unsere Spieler jedes Mal mindestens zwei Tage Urlaub nehmen“, so Gaydoul, der die Zukunft seines Vereins deshalb in der dritten Liga sieht.


Ludwigsburger Kreiszeitung

SG gelingt der nächste Auswärtscoup
Mit dem deutlichen 32:25 (19:14)-Sieg bei der TSG Groß-Bieberau hat sich Zweitbundesligist SG BBM Bietigheim im oberen Tabellendrittel festgesetzt. Hinter Düsseldorf und Hüttenberg belegt die SG nach diesem Auswärtscoup den dritten Tabellenplatz.
Immer beliebter werden bei der SG die Reisen in das benachbarte Hessenland. Nach dem Sieg in Frankfurt sicherten sich die Schwaben auch im südhessischen Groß-Bieberau beide Punkte. Nur in den ersten vier Minuten lagen die Hausherren vorne (2:0).

Danach trat der glänzend aufgelegte Robin Haller in Aktion und brachte sein Team mit drei Toren innerhalb von zwei Minuten mit 3:2 in Front. Bis zur 14. Minute (9:10) sahen die 800 Zuschauer noch ein ausgeglichenes Spiel, ehe die SG mit einem Zwischenspurt auf 14:9 (19. Minute) davonzog.
Als die TSG beim 13:14 wieder heran war, brachte SG-Trainer Jochen Zürn mit dem lange verletzten Benjamin Krotz einen neuen Torhüter. Krotz feierte ein glänzendes Comeback, neben zahlreichen Paraden hielt er zwei Siebenmeter. Spielmacher Nico Kibat und Philipp Schulz (2) sorgten mit ihren Treffern zum Pausentee für einen beruhigenden Fünftorevorsprung (19:14).
Auch nach dem Seitenwechsel bestimmte die SG das Geschehen, ließ die Gastgeber nie näher als zwei Tore herankommen. Spätestens beim 28:22 in der 54. Minute war das Spiel gelaufen. Christian Schäfer (2) und Pierre Freudl machten mit ihren Treffern den Auswärtssieg perfekt. „Wir haben unsere Qualität durchgedrückt und auch in dieser Höhe verdient gewonnen“ vermeldete ein zufriedener Zürn.
Neben seinen beiden Spielmachern Nico Kibat und Andreas Blodig lobte der Coach den in Abwehr und Angriff gleichermaßen starken Steffen Bühler.
Mit dem Pokalspiel am kommenden Mittwoch in Erlangen wartet bereits die nächste schwere Aufgabe auf die erfolgshungrigen Bietigheimer.

SG BBM Bietigheim: Lenz, Krotz; Haller (7), Kibat (6/4), Schäfer (2), Bühler (3), Blodig (4), Hinz (2), Freudl (4), Schulz (4), Auer, Knierim.

 

Bietigheimer Zeitung

SG BBM hakt Auswärtsaufgabe ab
Bietigheimer Zweitliga-Handballer schlagen TSG Groß-Bieberau 32:25

Seiner Favoritenstellung kam der Zweitliga-Tabellendritte SG BBM Bietigheim bei der Auswärtsaufgabe in Groß-Bieberau eindrucksvoll nach. Die Handballer aus dem Ellental setzten sich souverän mit 32:25 durch.

"Das sind Spiele, die kann man auch verlieren. Wir wissen, wie heimstark die TSG ist. Deshalb werden wir von Beginn an sehr konzentriert zu Werke gehen. Das sind die wichtigen Punkte", hatte der Bietigheimer Trainer Jochen Zürn noch vor der Partie gewarnt.

Die SG BBM ging entsprechend engagiert ins Spiel. Besonders Robin Haller zeigte in der Anfangsphase mit drei Toren in Folge, dass Bietigheim den Gastgeber ernst nahm. Die Groß-Bieberauer hatten ihrerseits noch die Derbypleite gegen Groß-Umstadt zu verkraften. Es entwickelte sich eine interessante Begegnung. Erst nach einer Viertelstunde setzte sich die Zürn-Truppe erstmals etwas ab. Nach 16 Minuten führte sie 12:9 und baute den Vorsprung weiter aus. Nico Kibat führte gekonnt Regie, und es gelang immer öfter, Steffen Bühler am Kreis in Szene zu setzen. In den letzten Minuten vor der Pause kam Philipp Schulz ins Spiel, der mit drei Krachern aus dem Rückraum den 19:14-Pausenstand zu sichern half.

Wer gedacht hatte, die Partie sei bereits gelaufen, hatte sich getäuscht. Das Team von Gästetrainer Thomas Göttmann warf in die Waagschale, was die TSG so unbequem spielen lässt: Kampfkraft, Abwehrstärke und Teamgeist. Von Minute zu Minute sahen sich die Bietigheimer einer um die Minimalchance eines Punktgewinns kämpfenden Groß-Bieberauer Teams gegenüber. Plötzlich stand es nach 48 Spielminuten nur noch 22:24. Die Partie hätte durchaus kippen können. Da jedoch auch die negative Eigenschaft der Abschlussschwäche ebenso bei den Gastgebern häufig auftrat (sie verwarfen vier Siebenmeter), gestaltete sich die Schlussphase für Jochen Zürns Mannen entspannt. Jetzt wurde der Zweitorevorsprung nicht nur verwaltet, sondern deutlich ausgebaut. Am Ende gelang ein klarer, vielleicht etwas zu hoher 32:25-Erfolg und der damit dritte Saisonsieg. Beim Auftritt in Groß-Bieberau taten sich besonders Robin Haller, Nico Kibat als "Bank" vom Siebenmeterpunkt und der stets am Kreis bemühte Steffen Bühler hervor. Mathias Konrad und Szabolcz Laurencz überzeugten auf Groß-Bieberauer Seite.

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